Abakus- Praxis für
Ergotherapie

Stephan Schönemann
Kaiser-Wilhelm-Str. 30
12247 Berlin

Tel.: 030 / 364 68 667
Mobil: 0152/ 53 13 43 28

Ergotherapie

In welchen medizinischen Fachbereichen arbeitet die Ergotherapie?

Pädiatrie – Kinderheilkunde bei ADS/ADHS, bei Störungen der Konzentration und der Aufmerksamkeit, bei Entwicklungsverzögerung

  • Trainieren der Wahrnehmungsbereiche
  • Schulung von Bewegungskoordination und Gleichgewicht
  • Muskelaufbautraining
  • Förderung taktiler Wahrnehmung/Tasten und Fühlen
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining
  • Sprach- und Sprechtraining
  • Schreiben. Malen, Spielen

nach Schlaganfall, Parkinson, Unfall oder bei anderen Erkrankungen

  • Bewegungsübungen zur Erlangung der normalen Beweglichkeit
  • Massagen bei Empfindungsausfällen und  Empfindungsstörungen der Hautoberfläche
  • Wiederherstellen der Gedächtnisleistungen wie Merkfähigkeit, Konzentration usw.
  • Training von Alltagsaktivitäten

Orthopädie – Knochenheilkunde

bei Rheuma, Arthritis/Arthrose, Verletzungen von Knochen und Muskeln.

  • Bewegung der Gelenke
  • Massagen
  • Wärme- oder Kälteanwendungen
  • Materialbäder z.B. in einer Schüssel mit Linsen, sie fördern die Beweglichkeit der Fingergelenke
  • Training von Alltagsaktivitäten

Arbeitstherapie

ist ein Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt wird. Der Patient wechselt zunehmend aus der Rolle des Behandelten in die Rolle des Handelnden über.Bei Menschen, die aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Erkrankung in ihren Arbeitsfähigkeiten und –fertigkeiten beeinträchtigt sind, so dass sie einer beruflichen Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt nachgehen können, werden arbeitstherapeutische Behandlungsverfahren angewendet. Es ist die Aufgabe des Therapeuten, die Arbeitfähigkeit des Patienten zu erreichen. Dazu schafft er die entsprechenden Rahmenbedingungen, Übungsbereiche und entwickelt Förderprogramme zur Verbesserung / Wiederherstellung von:

  • Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Konzentration, Tages- und Zeitstrukturierung
  • Sozialen Fähigkeiten wie Kontakt-, Durchsetzungs- und Anpassungsfähigkeit
  • Affektiven Leistungen, z.B. Selbstvertrauen oder Entscheidungsfähigkeit
  • Motorischen Fertigkeiten wie Feinmotorik und Geschicklichkeit zur Wiedergewinnung der berufs- und arbeitsplatzspezifischen Fähigkeiten
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Instrumentelle und individuelle Kompetenzen (z.B. Rechnen, Schreiben, Organisieren..)
  • Alltagskompetenzen

Psychiatrie

Ergotherapie in der Psychiatrie behandelt Patienten aller Altersstufen mit psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen Depressionen, Schizophrenien dementielle Syndrome, Störungen bei Alkoholsuchtund weiteren.

Die grundsätzlichen Ziele der Ergotherapie in der Psychiatrie sind die Entwicklung, Verbesserung und der Erhalt von:

  • Psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung
  • Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  • Realitätsbezogenheit von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Situationsgerechtem Verhalten, sozio-emotionalen Kompetenzen und Interaktionsfähigkeit
  • Kognitiven Funktionen
  • Psychischer Stabilität und von Selbstvertrauen
  • Eigenständiger Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit

Geriatrie – Altersheilkunde

Ergotherapie in der Geriatrie wird bestimmt durch Erkrankungen, die durch den Alterungsprozess bedingt, einer ständigen Veränderung unterworfen sind.Die typischen Krankheitsbilder sind neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, dementielle Erkrankungen, wie z.B. Morbus Alzheimer, degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, Zustand nach Frakturen, Amputationen und Tumorentfernungen, Depression, Psychosen und Neurose.

Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), akute und chronische Krankheitsbilder und äußere Einflüsse wie die Wohnsituation und Veränderungen im sozialen Umfeld bestimmen die Maßnahmen. Durch altersbedingte physiologische Funktionseinschränkungen befindet sich der alte Mensch in einem labilen gesundheitlichen Gleichgewicht. Jede zusätzliche Erkrankung ist somit eine massive physische, psychische und soziale Belastung. Ergotherapie muss sich in der Geriatrie diesen Besonderheiten stellen. Um die größtmögliche Selbständigkeit im Alltag zu erhalten, ist es notwendig, verlorengegangene Funktionen wieder aufzubauen und vorhandene Fähigkeiten zu erhalten. Die ergotherapeutische Behandlung in diesem Fachbereich beinhaltet die:

  • Förderung der motorisch-funktionellen Fähigkeiten für Mobilität und Geschicklichkeit
  • Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten, z.B. für bessere Orientierung
  • Anleitung zur Selbsthilfe beim Essen und Trinken, bei Körperpflege und Bekleidung, Fortbewegung sowie Kommunikation für größtmögliche Selbständigkeit
  • Beratung –auch der Angehörigen- bei Wohnraum- und Hilfsmittelanpassung, sowie bei Fragen des aktivierenden Umganges
  • Begleitung bei Erfahrungen von Veränderungen und Verlust zum Erhalt der psychischen Stabilität

Erfahrungen mit schwerster Pflegebedürftigkeit, mit Sterben und Tod gehören in diesem Fachgebiet zum Berufsalltag der Ergotherapie und verlangen eine professionelle Reflexion von Grenzen und Möglichkeiten der Therapie. Die Berücksichtigung der spezifischen therapeutischen Möglichkeiten und die Einschätzung erreichbarer Therapieziele ist für den Erfolg der Arbeit mit dem älteren Patienten maßgeblich.

Mit welchen Mitteln arbeitet die Ergotherapie?

Die Ergotherapie bedient sich folgender Mittel und Methoden:

  • Holzarbeiten
  • Gedächtnistraining
  • ATL – Training
  • Musik
  • Bewegung
  • Flechtarbeiten
  • textile Techniken
  • Webarbeiten
  • Arbeiten mit Papier
  • Therapieschaukeln, Hängematten, Turnmatten, -geräte, Bälle
  • Schulung der Handmotorik/Schreibmotorik
  • Malen
  • Fädelspiele
  • Geschicklichkeitsspiele
  • Konstruktionsspiele
  • Balancespiele
  • Materialbäder
  • Arm- oder Handmassagen mit Bürsten, Pinseln, Igelball, Feder, Wolle usw.
  • Therapieknete für die Handfunktion
  • Tonarbeiten
  • Flechtarbeiten